PRESSEBERICHT
Zu Gast bei Freunden

Bericht über den Austausch der Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg mit der Beruflichen Schule in Wschowa (Fraustadt) in Polen im vom 9. – 16. September 2007.
Tak heißt ja und ja heißt ich
Auch in diesem Herbst besuchten insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler der Peter-Paul-Cahensly-Schule die Region um die Kreisstadt Wschowa (Fraustadt) in Polen. Wieder stand die Begegnung mit den Lernenden der dortigen Beruflichen Schule im Mittelpunkt. Diesmal jedoch waren die 17-20-Jährigen allerdings nicht in Gastfamilien untergebracht, sondern man führte den Austausch erstmalig in einer gemeinsamen Unterkunft durch, die sich direkt am „Schlesischen Meer“ – dem acht Kilometer langen See der Gemeinde Slawa befindet.
Hier nutzten die SchülerInnen jede nur erdenkliche Gelegenheit miteinander zu kommunizieren und die Lernenden des jeweiligen anderen Landes kennen zu lernen. Dabei waren die sprachlichen Bemühungen der deutschen Jugendlichen besonders auffällig. Dank eines mitgebrachten Sprachführers und einiger polnischen bzw. deutschen Teilnehmern, die beide Sprachen beherrschen, lernten sie sich auch in der polnischen Sprache auszudrücken. So wussten sie am nach einer Woche, dass tak ja heißt und mit ja (ja gesprochen) die eigene Person gemeint ist.
Neben diesen bemerkenswerten Begegnungen, führte man zusammen ein Programm durch, welches zum Einen den deutschen Jugendlichen Polen näher brachte und zum Anderem das gegenseitige Verständnis förderte.
Nach der Anreise mit dem Flugzeug konnte man bereits am ersten Abend ein gemeinsames Grillen durchführen und dank einer mitgebrachten Gitarre wurden bereits die ersten musikalischen Gemeinsamkeiten entdeckt. Dies geschah nach dem die Schülerinnen in zunächst getrennten Gruppen sich gegenseitig ihre Heimatregionen vorstellten.
Am nächsten Tag ging es dann in die 25 Kilometer entfernt liegende niederschlesische Kreisstadt Wschowa (Fraustadt), wo man neben der Beruflichen Schule auch die Stadt selbst erkundete. Die deutschen SchülerInnen staunten nicht schlecht, als in der großen Pause laut Technomusik auf dem Schulhof zu hören war. An der Schule ist es üblich, dass zu jeder großen Pause eine von Schülerhand bediente Musikanlage auf den Schulhof eingerichtet wird um so auch akustisch den Schülern eine aktive Erholungspause zu ermöglichen. Neben der gut ausgestatteten Schule konnte dann noch ein Schüler die Bekanntschaft mit einer dortigen Besonderheit machen. Der Schüler erkrankte überraschend an einer Angina und wurde von der in der Schule stundenweise arbeitenden Krankenschwester sofort behandelt.
Die schlesische Metropole Breslau wurde dann am nächsten Tag besichtigt. Besonders auffällig ist an der von 600.000 Menschen bewohnten Stadt, dass sie nach dem zweiten Weltkrieg wieder exakt so aufgebaut wurde, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hat. Neben einer Stadttour in einem offenen Touristenbus konnten die Lernenden die Gelegenheit nutzen verschiedene Einkäufe zu machen.
An den nächsten zwei Tage gestaltete die Gruppe zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes einen Workshop zum Thema Gewalt. Neben Rollenspielen und verschiedenen anderen Übungen zum Thema kam sich die Gruppe besonders bei den kommunikationsfördernden Spielen nahe. Hier war auffällig, dass die gesamte Gruppe nicht mehr nach Ländern getrennt saß und agierte sondern, dass andere Kriterien für die gemeinsamen Aktionen entscheidend waren. Daniel Fährmann, einer der deutschen Austauschschüler sagte daraufhin angesprochen: „Ja klar, wir wollen die Polen doch kennen lernen, deswegen sind wir doch hier“.
Diese offene Haltung aller Teilnnehmenden war ganz entscheidend dafür, dass die restlichen Tage, von denen man einen in Zielona Gora (Grünberg) und den anderen gemeinsam am See verbrachte, zu einer guten und wertvollen gemeinsamen Zeit von jungen Polen und Deutschen wurde. Am Ende stand neben Tränen in manchen Auge auch die Gewissheit: Im Juni 2008 sieht man sich wieder! – Dann können in Limburg die Bekanntschaften weiter vertieft werden.
Einen wesentlichen Anteile am Erfolg des Austausches haben neben dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk die begleitenden Lehrkräfte. Dies sind auf polnischer Seite Frau Beata Wasyliszyin und Herr Marek Janosz, sowie auf Limburger Seite Herr Sebastian Wendt und Frau Jutta Decker.
Sebastian Wendt
Leiter der Limburger Austauschgruppe
Peter-Paul-Cahensly-Schule
Zeppelinstr. 39
65549 Limburg
Mail: S.Wendt@t-online.de
Mährisch-Neustädter Straße 8
65549 Limburg
Tel.: 06431 - 47321

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